Full text: Amtsversammlungsprotokoll für 1909-1932 OA Laupheim

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Taggelbern (Diäten) und Reisekosten weder für den Oberamtsgeometer Eberwein noch für 
etwaige ihm zugeteilte Hilfskräfte bei irgend welcher amtlicher Tätigkeit in Dietenheim er 
folgen darf. 
2. Die Gewährung einer besonderen Vergütung für die Verbringung von Hilfskräften an den 
Arbeitsort durch das Privatauto des Oberamtsgeometers Eberwein abzulehnen. 
3. Bezüglich der Einreichung der Reifekostenverzeichnisse aus Zweckmäßigkeitsgründen es bei der 
seitherigen Uebung zu belassen. 
§ 257. 
Festsetzung von Pauschalzuschlägen für Reisekosten zu den Messungsgebühren. 
Der Bezirksrat hat sich bereits im Jahre 1925 und 1926 mit der Frage der Erhebung von 
prozentualen Zuschlägen zu deu Messungsgebühren zur Deckung der Diäten und Reisekosten der Ober- 
amtsgevmeter an Stelle der jeweiligen anteilmäßigen Berechnung für das einzelne Geschäft befaßt und 
beschlossen, die seitherige Berechnungsweise, insbesondere mit Rücksicht auf die Gemeinden Laupheim 
und Dietenheim beizubehalten, da der Zuschlag für diefe Gemeinden nicht ganz gerechtfertigt erscheint, 
weil beide Sitz eines Oberamtsgeometers sind. 
Oberamtsgeometer Eberwein stellt erneut den Antrag, der Frage näher zu treten, da dies für 
die Oberamtsgeometer eine Geschäftsvereinfachung bedeute und sämtliche Gemeinden des Bezirks gleich 
behandelt werden. 
Die Amtsversammlung 
beschließt: 
Die bisherige Berechnungsweise vorläufig beizubehalten. 
§ 258. 
Geschäftsführung der Bezirksfürsorgebehörde 
(in nicht öffentlicher Sitzung verhandelt). 
Amtsversammlungsmitglied Schultheiß Handschuh, Dietenheim, übt Kritik an der Geschäftsbehand 
lung der Bezirksfürsorgebehörde und dem Geschäftsgebaren des Bezirksfürsorgebeamten, Rechnungs 
rat Bodenmüller. 
Er beanstandet den hohen Aufwand bei der Bezirksfürsorgebehörde, ebenso die Zuteilung von 
mehreren Hilfskräften an diese, da von einer Arbeitsüberlastung bei dieser Beamtung wohl kaum ge 
sprochen werden könne. Das Geschäftsgebaren des Fürsorgebeamten sei nicht immer sachlich und in 
manchen Fällen zu beauftaudeu. Auch sei bekannt, daß die Kanzleistunden vom Fürsorgebeamten nicht 
eingehalten werden, lieber die Mitglieder des Bezirksfürsorgeausschusses seien vom Fürsorgebeamten 
anläßlich einer Versammlung der Fürsorgebeamten Oberschwabens abfällige, beleidigende Aeußerungen 
getan worden. 
Schultheiß Handschuh beantragt die Frage der Aufhebung der Bezirksfürsorgebehörde in Erwä 
gung zu ziehen und diese Behörde unter Zuteilung eines 2. Beamten eventl. der Oberamtspflege an 
zugliedern. 
Oberamtspfleger Brunner führt als Gewährsmänner für die beleidigenden Aeußerungen gegen 
den Bezirksfürsorgeausschuß die Herren Rechnungsrat Brög und Handgretinger in Biberach und Rech 
nungsrat Hellmann in Ravensburg an. 
Rechnungsrat Bodenmüller, dem Gelegenheit zur Stellungnahme gegen die an seiner Geschäfts 
führung geübte Kritik, sowie gegen die ihm unterschobenen Aeußerungen gegeben wird, stellt letztere in Ab 
rede und beantragt im übrigen Prüfung der Angelegenheit durch die Aufsichtsbehörde und den Bezirksrat. 
Die Amtsversammlung nimmt von den Ausführungen.Kenntnis und 
beschließt: 
Das Oberamt als Dienstaufsichtsbehörde des Rechnungsrats Bodeninüller zu ersuchen, die An 
gelegenheit zu untersuchen und die notwendig erscheinenden Maßnahmen zu treffen. 
Hierauf schließt der Vorsitzende mit Worten des Dankes an die Mitglieder die Amtsversammlung. 
Vorstehende Verhandlungen beurkunden: 
Der Borsitzende: Die anwesenden Mitglieder des Bezirksrats: 
Landrat Kindel. Konrad 
Der Schriftführer: pröbele 
Obersekretär Wiest. Mütter- 
Gerster 
- Wahl
	        
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