Full text: Amtsversammlungsprotokoll für 1909-1932 OA Laupheim

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Ebenso beantragt er, dem Gegenrechner der Oberamtssparkasse, Obersekretär Weißhaar, dessen 
Stelle satzungsmäßig in Besoldungsgruppe 83 eingereiht ist, für seine Person die Bezüge der Besol 
dungsgruppe 7b zu verwilligen, da seiue Einstufung in Besoldungsgruppe 8a insofern eine Härte 
bedeutet, als er nunmehr nach erfolgter Neubesetzung der Stelle des Sparkassenleiters die Stelle des 
3. Beamten der Oberamtssparkasse wahrzunehmen hat und eine Vorrückungsmoglichkeit für ihn in 
absehbarer Zeit nicht besteht. 
Beschluß: 
1. Die Anträge des Bezirksrats mit der Aenderung zum Beschluß zu erheben, daß dem Rechnungs 
rat Bodenmüller für seine Person die Bezüge der Besoldungsgruppe 6 und dem Obersekretär 
Weißhaar bei der Oberamtssparkasse für seine Person die Bezüge der Besoldungspruppe 7 b, 
je vom 1 . Oktober 1927 ab gewährt werden. 
2. Zu der beschlossenen Vorrückung des Oberamtsgeometers Speth in Besoldungsgruppe 4 b die 
Genehmigung des Innenministeriums einzuholen. 
3. Zu der Besoldungsregelung des Rechnungsrats Bodenmüller und des OLersekretärs Weißhaar 
ebenfalls die Genehmigung des Innenministeriums nachzusuchen. 
4. Zu der für seine Person beschlossenen Einreihung des Oberamtssparkassiers Konrad als 
2. Beamter der Oberamtssparkasse in Besoldungsgruppe 7b und zur Festsetzung seines Be 
soldungsdienstalters in dieser Gruppe ebenfalls die Genehmigung des Innenministeriums 
nachzusuchen. 
5. Den Bezirksrat zur weiteren erforderlichen Beschlußfassung bezüglich der Regelung der Besol 
dungsverhältnisse zu ermächtigen. 
Weiter wird zugestimmt: 
Der vom Bezirksrat unterm 30. Januar 1929 beschlossenen Neuregelung der Besoldung der nebenbe 
ruflichen Straßenwärter — § 80 —, 
des Verwaltungspraktikanten Ott bei der Oberamtspflege — § 81 —, 
der privatrechtlich Angestellten der Amtskörperschaft (Oberamtspflege, Bezirksfürsorgebehörde, Oberamts 
geometer) — § 82 —, 
der privatrechtlich Angestellten der Oberamtssparkasse — § 83 —, 
der Neuregelung der Unterhaltszuschüsse für die Lehrlinge der Verwaltungsaktnare — § 84 —, 
der Aufwandsentschädigung des Schriftführers des Bezirksrats und der Amtsversammlung — § 102 —. 
§ 269. 
Dienstverhältnisse der Oberamtsgeometer. — Hilfskräfte. — 
Schultheiß Handschuh, Dietenheim hat in der letzten Amtsversammlung vom 7. Mai 1928 — 
§ 246 — die Wiederanstellung eines 3. Oberamtsgeometers mit dem Dienstsitz in Dietenheim angeregt. 
Der Bezirksrat hat die Frage einer eingehenden Prüfung unterzogen. Diese hat ergeben, daß 
die Vollbeschäftigung eines 3. Oberamtsgeometers auf die Dauer nicht gesichert ist. Die vorhandenen 
Rückstände der beiden Oberamtsgeometer mit den Katasterarbeiten sind hauptsächlich auf die ausge 
dehnte Inanspruchnahme durch Feldbereinigungsarbeiten zurückzuführen. Diese werden aber mit der 
Zeit in Wegfall kommen. 
Die beiden Oberamtsgeometer, wie auch die Bezirksgeometerstelle Biberach haben sich gegen die 
Anstellung eines 3. Oberamtsgeometers ausgesprochen. Auf Grund dieser Sachlage hat der Bezirksrat 
am 4. Oktober 1928 — § 33 — beschlossen: 
1. Bei der Amtsversammlung Antrag auf Anstellung eines 3. Oberamtsgeometers nicht zu stellen. 
2. Dem Oberamtsgeometer Speth und Eberwein außer den bisherigen Hilfskräften je einen 
weiteren Vermessungstechniker gegen privatrechtliche Anstellung zuzuteilen. Die Gehalts 
verhältnisse sollen nach erfolgter Anstellung geregelt werden. 
Gleichzeitig wurde^ seitens des Bezirksrats die Erwartung ausgesprochen, daß die Oberamts 
geometer es als ihre erste und wichtigste Aufgabe ansehen, die rückständigen Katasterarbeiten aufs 
Laufende zu bringen, wobei die Feldbereinigungsarbeiten eventl. zurückgestellt werden müssen. 
Weiter wurde eine Aenderung des Dienstvertrags der Oberamtsgeometer dahingehend beschlossen, 
daß zur Uebernahme von Feldbereinigungsarbeiten die vorherige Genehmigung des Bezirksrats ein 
zuholen ist. 
Mit Bezirksratsbeschluß vom 30. Januar 1929 wurde das privatrechtliche Anstellungsverhältnis 
des Vermessungstechnikers Wegerer bei Oberamtsgeometer Speth und des Vermessungstechnikers 
Fischbach bei Oberamtsgeometer Eberwein mit Rücksicht auf die Geschäftslage der beideu^ Oberamts 
geometer bis auf Weiteres verlängert. 
Den beiden Vermessungstechnikerlehrlingen Grieshaber und Schmid, je im 3. Lehrjahr stehend, 
wurde vom Bezirksrat unterm 6. März ds. Is. — § 109 — mit Wirkung voin 1. Oktober 1928 ab 
ausnahmeweise ein monatliches Taschengeld von je 15 RM. verwilligt
	        
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