Full text: Amtsversammlungsprotokoll für 1909-1932 OA Laupheim

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unter gewissen Voraussetzungen bereit erklärt. Der Bezirksrat hat am 4. Oktober 1928 — § 40 — 
beschlossen, an die Amtsversammlung den Antrag zu stellen, der Stadtgemeinde Laupheim zu den ent 
stehenden Einbaukosten, soweit sie für Zwecke "der Landwirtschaftsschule erforderlich werden, einen 
Amtskörperschaftsbeitrag von 50 % unter den von der Stadtgemeinde vorgeschlagenen Rückzahlungs 
bedingungen zu gewähren. Der tatsächliche Aufwand soll nach Fertigstellung des Bauwesens nach 
gewiesen werden. 
Nach den Ausführungen des Vorsitzenden kann die jetzige Lösung der Lokalfrage nur als Provi 
sorium angesehen werden. ' In den nächsten Jahren werde wohl der Frage der Erstellung eines eigenen 
Neubaus für die Schule oder aber eines Amtskörperschaftsgebäudes, in dem auch noch weitere Be 
amtungen untergebracht werden können, näher getreten werden müssen. Jedenfalls werde die Zentral 
stelle für die Landwirtschaft sich mit der derzeitigen Unterbringung der Landwirtschaftsschule auf längere 
Dauer nicht einverstanden erklären. 
Der Amtsversammlung wird sodann Kenntnis gegeben von dem Inhalt des zwischen dem Staat 
und der Amtskörperschaft durch den Bezirksrat am 13. November 1928,10. Januar 1929 — § 41 und 
68 — abgeschlossenen Vertrags über die Errichtung einer Landwirtschaftsschule. Nach diesem hat die 
Amtskörperschaft spätestens bis 1. Oktober 1930 die für die Zwecke der Schule erforderlichen Räume 
zur Verfügung zu stellen. 
Beschluß: 
1. Sich mit der Beitragsverwilligung an die Stadtgemeinde entsprechend dem Antrag des Be 
zirksrats einverstanden zu erklären. 
2. Dem Vertrag über die Errichtung der Landwirtschaftsschule zuzustimmen. 
§ 273. 
Voranschlag der Amtskörperschaft sûr 1928. 
Der Voranschlag der Amtskörperschaft für das Rechnungsjahr 1928 wurde vom Bezirksrat am 
30. Januar 1929 — § 89 — vorberaten und wird von der Amtsversammlung festgestellt. Nach 
demselben betragen die 
Einnahmen 50 600 RM. 
Ausgaben 390 600 RM. 
der Abmangel 340 000 RM. 
Amtsversammlungsmitglied Dipl.-Ing. Scheffold, Laupheim stellt den Antrag: 
1. Den Bezirksrat zu beauftragen, die Fahrgelegenheit des Oberamtsbaumeisters neu zu regeln, 
möglichst in Anlehnung an die Regelung im Bezirk Neresheim. 
2. Den Steiger-Wagen zu verkaufen. 
Stadtschultheiß Konrad weist darauf hin, daß früher der Amtskörperschaft von der Oberamts 
sparkasse jährlich Ueberschüste überwiesen worden seien. Diese Frage sollte für die Zukunft im Auge 
behalten werden. 
Der Voranschlag wird sodann einstimmig angenommen und 
b e s ch lo s s e n: 
1. Den Abmangel entsprechend dem Antrag des Bezirksrats zu decken: 
a) durch eine Umlage auf sämtliche 40 Bezirksgemeinden mit —( - 270 000 RM. 
b) durch Umlage auf die 36 Gemeinden, die der Hilfe eines Verwaltungs ¬ 
aktuars bedürfen, in Höhe von ' — * • 40000 RM. 
c) durch teilweise Verwendung der vorhandenen Restmittel mit —> 10000 RM. 
d) durch eine Schuldaufnahme bei der Oberamtssparkasse von — " • 20 000 RM. 
zur teilweisen Deckung der einmaligen Einrichtungskosten der neu errichteten Landwirtschafts 
schule (mit ca. 15000 RM.) und des Amtskörperschaftsbeitrags zu den der Stadtgemeinde 
Laupheim erwachsenen Einbaukosten (mit ca. 10000 RM.) — Bezirksratsbeschluß vom 
4. Oktober 1928, § 40 —, abzutrageu in 10 Jahresraten a 2 000 RM., vom Rechnungs 
jahr 1929 ab. 
2. Zu der Schuldaufnahme die Genehmigung der Ministerialabteilung für Bezirks- und Körper 
schaftsverwaltung nachzusuchen. 
3. Den Anträgen Scheffold beizutreten 
§ 274. 
Abhör von Amtskörperschaftsrechnungen. 
Die geprüften Rechnungen der Oberamtspflege für 1925 und 1926, der Bezirksfürsorgebehörde 
für 1925 und 1926, der Bezirkskrankenhausverwaltung für 1926 und 1927 und der Oberamtssparkasse 
für 1926 und 1927 wurden vom Bezirksrat einer sachlichen Prüfung unterzogen und das in Art. 77 
Bezirks-Ordnung vorgeschriebene Abhörverfahren durchgeführt. Einwendungen wurden gegen die auf 
gelegten Rechnungen nicht erhoben.
	        
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